Ohne Anstehen buchbar Die Gärten und der Park des Schlosses von Fontainebleau
Der Grand Parterre, der Karpfenteich, der Englische und der Dianagarten sowie der angrenzende Wald – alles kostenfrei und täglich geöffnet.
Fontainebleaus Gärten zählen zu seinen stillen Glanzlichtern – und anders als die Innenräume des Schlosses sind sie völlig kostenfrei und täglich geöffnet, selbst wenn die Appartements geschlossen sind. Von formalen Parterres über romantische Landschaftsgärten und einen langen Karpfenteich bis hin zu einem der großen Wälder Frankreichs verwandeln die Außenanlagen einen zweistündigen Innenbesuch in einen entspannten halben oder ganzen Tag. Dieser Führer stellt jeden Garten vor, zeigt die beste Art, sie zu erkunden, und erklärt, wie sie mit dem größeren Park und dem Wald verbunden sind, die Fontainebleau ebenso zu einem Outdoor-Ziel wie zu einem Schloss machen.
Der Grand Parterre
Der Grand Parterre ist das Herzstück der formalen Gärten und eines der größten Parterres Europas. Im 17. Jahrhundert im französischen Barockstil angelegt, erstreckt er sich als weitläufige, geometrische Fläche aus Rasen, Kieswegen und geschnittenen Einfassungen vor der Gartenfassade des Schlosses – als einheitliche, geordnete Komposition konzipiert. Am besten wirkt er aus einiger Entfernung oder von den darüber liegenden Schlossfenstern, wo die gesamte Geometrie und Symmetrie sichtbar wird – ein bewusster Kontrast zu den dichten, verzierten Innenräumen direkt dahinter.
Ein Spaziergang über das Parterre ist kostenfrei und täglich möglich und bildet den idealen Auftakt oder Abschluss eines Schlossbesuchs: Eine langsame Runde hier rahmt das Gebäude weit besser ein als jede Nahaufnahme von der Mauer aus. Das Parterre ist von Spätfrühling bis Sommer am grünsten, doch seine strukturelle Geometrie wirkt zu jeder Jahreszeit – und im Herbst und Winter kann das flache Licht über Kies und Rasen besonders reizvoll sein. Gönnen Sie ihm mindestens ein paar Minuten; es ist der prächtigste von Fontainebleaus Außenbereichen.
Der Karpfenteich, der Englische Garten und der Dianagarten
Jenseits des formalen Parterres werden die Gärten weicher und intimer. Der lange Karpfenteich mit seinem kleinen Inselpavillon ist der fotogenste Ort der Anlage: In der stillen Morgenstille spiegeln sich die Schlossfassaden klar im Wasser, und die namensgebenden Karpfen sind hier seit Jahrhunderten eine Attraktion. Der nahe gelegene romantische Englische Garten, im freieren, naturalistischeren Stil gestaltet, bietet gewundene Pfade, alte Bäume und Schatten – ein völliger Stimmungswechsel zur Geometrie des Parterres.
Der Dianagarten, benannt nach seinem Bronzebrunnen der Jagdgöttin, ist ein weiterer stiller Winkel, den es zu entdecken lohnt – mit dem Brunnen als Mittelpunkt und dem Schloss im Hintergrund. Zusammen laden diese Gärten zu einem gemächlichen Bummel ein, nicht zu einem Gewaltmarsch: Sie sind kostenfrei, täglich geöffnet und ideal für ein Picknick oder eine Pause zwischen Innenräumen und Wald. Für Fotografen sind der Karpfenteich bei Sonnenaufgang und die Gärten in der goldenen Stunde vor Schließung die Höhepunkte des Tages.
Der Park und der Wald von Fontainebleau
Jenseits der Ziergärten liegt der größere Park, und dahinter der große Wald von Fontainebleau, der die Stadt und das Schloss umschließt. Der lange Kanal und die baumgesäumten Alleen des Parks, für den königlichen Hof angelegt, bieten Raum für Spaziergänge abseits der Menschenmassen am Schlosstor. Der Wald selbst ist eines der beliebtesten Naturgebiete Frankreichs – berühmt für seine Sandsteinfelsen, die ihn zur Wiege des Boulderns machten, und für die Maler der Schule von Barbizon aus dem 19. Jahrhundert, die an seinem Rand arbeiteten.
Da die Gärten, der Park und der Wald alle kostenfrei und täglich geöffnet sind, ist Fontainebleau bemerkenswert flexibel: Sie können einen frühen Schlossbesuch mit einem Nachmittag im Freien verbinden oder die Anlagen an einem Tag besuchen, an dem das Schloss geschlossen ist. Markierte Waldwege beginnen in fußläufiger Entfernung vom Tor, mit Rundwegen jeder Länge für Wanderer und berühmten Boulder-Routen für Kletterer. Für einen ganzen Tag bietet sich der natürliche Rhythmus an: Schloss und Gärten am Vormittag, Mittagessen in der Stadt und der Wald am Nachmittag.
Häufig gestellte Fragen
Sind die Gärten von Fontainebleau kostenlos?
Ja. Das Grand Parterre, der Karpfenteich, der Englische Garten, der Dianagarten und der weitläufige Park sind alle kostenfrei und täglich geöffnet – selbst wenn die Innenräume des Schlosses geschlossen sind. Nur die Appartements und Museen im Inneren benötigen ein Ticket.
Was ist das Grand Parterre?
Ein französischer Barockgarten des 17. Jahrhunderts an der Gartenfront des Schlosses – einer der größten in Europa. Es ist eine weitläufige, geometrische Anlage aus Rasenflächen und Kieswegen, die sich am besten aus einiger Entfernung oder von den darüber liegenden Schlossfenstern aus betrachten lässt.
Kann ich die Gärten besuchen, wenn das Schloss geschlossen ist?
Ja. Die Gärten und der Park sind täglich kostenfrei geöffnet, auch dienstags und an anderen Tagen, an denen die Innenräume des Schlosses geschlossen sind. Sie sind allein schon einen lohnenden Besuch wert.
Was ist der beste Ort für Fotos in den Gärten?
Der Karpfenteich im stillen Morgenlicht, mit dem sich das Schloss im Wasser spiegelt, und das Grand Parterre in der goldenen Stunde. Beide sind am frühen oder späten Tag am schönsten, wenn die Luft ruhig und das Licht tief steht.
Kann ich vom Schloss aus in den Wald von Fontainebleau gehen?
Ja – markierte Waldwege beginnen in fußläufiger Entfernung vom Schlosstor. Der Wald ist berühmt für seine Sandsteinfelsen und die Maler von Barbizon, mit Rundwegen jeder Länge und Kletterrouten.
Wie viel Zeit sollte man für die Gärten einplanen?
Planen Sie mindestens eine Stunde für das Parterre, den Karpfenteich und die näheren Gärten ein. Mit dem Park und dem Wald können Sie problemlos einen halben oder ganzen Tag im Freien rund um Ihren Schlossbesuch verbringen.
Sind die Gärten für ein Picknick geeignet?
Ja – die Gärten, der Park und der Wald bieten hervorragende Picknickplätze, und die Brasserien der Stadt sind nur einen kurzen Spaziergang vom Tor entfernt. Da das Gelände kostenfrei zugänglich ist, eignet es sich ideal für eine entspannte Pause zwischen den Innenräumen und dem Wald.